{"id":1462,"date":"2012-11-12T03:03:25","date_gmt":"2012-11-12T01:03:25","guid":{"rendered":"http:\/\/sternstaub.org\/blog\/?p=1462"},"modified":"2012-11-12T03:26:10","modified_gmt":"2012-11-12T01:26:10","slug":"ich-mochte-noch-traumen-konnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/sternstaub.org\/blog\/?p=1462","title":{"rendered":"ich m\u00f6chte noch tr\u00e4umen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">und bin doch so weit von mir entfernt, dass ich mit allen Mitteln versuche mir das auszutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bringt das TR\u00e4umen schon au\u00dfer Sodbrennen \u00e4hnlichen Schmerzen, au\u00dfer Wasser auf den Wangen und Wut auf meine eigene Unf\u00e4higkeit. Zorn, Wut, Schmerz, Hoffnung, Sehnsucht, Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">sry &#8211; da steige ich aus, da renne ich fort &#8211; fort in meine andere Welt. Die Welt, welche so pr\u00e4sent ist, die stark in mir pocht. Ich brauche dich nicht und auch dich oder dich nicht. Und all den SChei\u00df, was das Leben angeblich so unersetzlich macht. Nein, das ist nicht mein Leben, das ist nicht meine Gef\u00fchlsebene, das bin nicht ich. Ich bin nur &#8211; drau\u00dfen, auf einem Weg, hinauf in die Baumkrone blickend, die wahrlich S\u00fc\u00dfe des Moments auskostend, das Tosen des Meeres bannt mich. Ein Baum bringt mich zum WEinen, ein Fluss flie\u00dft fort mit mir. Und dazu brauche ich kein menschliches Wesen oder gar die Verlockungen von Eigentum, nur den Wind, die Sonne und mich netztende Wolkentr\u00e4nen. Und das Lachen sitzt mir n\u00e4her als das SChmerzenbeladene, ich lache selbst noch, wenn der Teufel mich holt. Der Teufel ist eh nur menschengemacht und ich verachte euch, weil ihr Teufel ben\u00f6tigt. Und ebenso G\u00f6tter und euch sch\u00fctzende Engel. Ich schwanke zwischen Liebe und Verachtung und Verst\u00e4ndnis und Resignation. Und nein, ich bin keine Hexe, keine weise FRau und huldvolle Meisterin ebenso wenig wie Sklavin seltsamer Begierden. Ich bin fehlbar, ich bin sanft, aufbrausend, liebend und verachtend. Die Zeiten, da ich alles verstand, alles tolerierte, alles achtete, die sind schon lange vorbei. Ich lege es offen, was ich denke, auch wenn du zweifelst, es dich verwirrt, erz\u00fcrnt. Ich gehe nicht mehr den Weg des Konsens &#8211; ich bin ich. Ich verh\u00fclle nicht meine Meinungen, ich bin krass und gegens\u00e4tzlich. Wenn ich dich verletze, schmerzt mich das, aber damit muss ich ebenso leben wie du, der\/die mir gegen\u00fcber steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte noch tr\u00e4umen k\u00f6nnen &#8211; von der Weite und dem Sturm, den H\u00f6hen, die sich schier endlos erstrecken, dem Rauschen der Bl\u00e4tter und dem Regen, der mein Aufbegehren s\u00e4nftigt. Wenn ich zwischen den Wolkn stehe, den Blick auf den sanften, gewaltigen und m\u00e4chtigen Fluss richte, meine Ohren das helle Murmeln des Baches erlauschen und das sanfte Gurren der Waldtauben. Und dein Gewehr schlage ich aus deiner hand: wehe dem der t\u00f6tet ohne Not.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich hinausgehe bin ich eins mit mir.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und bin doch so weit von mir entfernt, dass ich mit allen Mitteln versuche mir das auszutreiben. Was bringt das TR\u00e4umen schon au\u00dfer Sodbrennen \u00e4hnlichen Schmerzen, au\u00dfer Wasser auf den Wangen und Wut auf meine eigene Unf\u00e4higkeit. 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